Bänsch, Lappen, Hamburg, Frühling

Liebe Scherzkekse, Wettermacher, Balkonierinnen, hallo Frühaufsteher,

eben noch haben wir uns die Reste der Weihnachtsgans aus den Zahnzwischenräumen gepult und Zack! ist wieder April. Mir kommt das sehr gelegen. Die Uhren sind vorgestellt. Jetzt sehe ich auch mal wieder Tageslicht. (Als freischaffende Künstlerin kann ich ja nicht vor 16 Uhr das Haus verlassen, ohne eine nachhaltige Schädigung meines schwer erarbeiteten Rufs als verlottertes Nachtschattengewächs zu riskieren.)

Außerdem ist es dadurch eine Stunde weniger bist zum nächsten  “Hamset nich kleina?” am Freitag mit dem langersehnten Christoph Theussl (man nennt ihn den “Georg Kreissler der Berliner Lesebühnen”), der den diesjährigen Förderpreis der Lieberbestenliste gewonnen hat und längst in München lebt, weil Berlin… naja…

Des weiteren lese ich aus meinem taz-Fortsetzungsroman “Der Lappen muss hoch!” am 8.4. im taz-Café. Ich habe lange nach Fotos gesucht, wo wir beide drauf sind, Mütterchen und ich. Das hab ich gefunden. ->lea baby mütterchen weihnachten 80

(Alle bisherigen Kapitel zum Nachlesen hier: http://www.taz.de/!t21034/)

Und in Hamburg bin ich auch mal wieder.

Bevor wieder Weihnachten ist, hier die Apriltermine:

Übrigens hab ich mir letzten Sonntag auch sofort pflichtschuldig meinen ersten Sonnenbrand draufgeschafft. Beim Eisessen.

Bis bald!

Eure Lea

Achtung, kurzfristig! Freitag Bänsch, Samstag Pankslam

Liebe Halbwesen und Onanisten, liebe Leihmütter und Lightkulturen,

seit heute hab ich Angst vor dem Alter. Nicht wegen Falten oder Bindegewebe. Nein. Die Verblödung macht mir Angst. Diese Legionärskrankheit von Autoren über 50, die plötzlich reaktionären Scheiß absondern. Bisher ging ich davon aus, dass nur Männer betroffen seien: Broder, Matussek, Martenstein. Nun auch Sibylle Lewitscharoff, die sich in ihrer Dresdner Rede über Leben und Sterben und Kinder machen irgendwie total verstiegen hat…

Ich glaube, es ist diese Schriftstellerkrankheit, die entsteht, wenn sich Sprachliebe mit übersteigerter Selbstliebe paart. Man hört sich selber nicht mehr zu. Irgendwann sagt man Sachen nur noch deshalb, weil sie schön klingen.

Das Pankslam-Dreigestirn Strübing, Streisand, Hogekamp

Das Pankslam-Dreigestirn Strübing, Streisand, Hogekamp

Zum Glück ist morgen ist endlich wieder “Hamset nich kleina?” im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain). Diesmal mit Superstargast Volker Strübing.

Volker gewinnt Poetry Slams, seit es sie gibt und las schon auf Lesebühnen, bevor die überhaupt so hießen. Volker gehört ganz sicher zu den Guten. Schließlich hat er Kloß&Spinne erfunden. Kennta nich?

Und wisst ihr, was das Schärfste ist? Am Samstag treten Volker und ich schon wieder pankslamzusammen auf. Wir sind nämlich, zusammen mit Wolf Hogekamp, das Organisationsdreigestirn des ersten original Pankower Poetry Slam.

Der PANKSLAM musste schon deshalb ins Leben gerufen werden, weil der Name so schön ist. Am Samstag, Frauentag, den 8. März um 20 Uhr geht’s los. In der Willner Brauerei in Pankow. Volker hat’s erklärt:

http://bezirke.morgenpost.de/pankow/pankslam-was-man-mit-worten-machen-kann

Ansonsten ist heute das 14. Kapitel von “Der Lappen muss hoch!” in der Printausgabe der taz erschienen. Die anderen 13 Kapitel stehen online zum Nachlesen bereit.

Und sonst?

Ich war in Köln letztes Wochenende, im Epizentrum des Karnevals. Ihr! Macht! Euch! Keine! Vorstellung! Mich hat es an Manchester erinnert. Ich habe nie wieder in meinem Leben so viele Besoffene auf einem Haufen gesehen wie in einer Samstagnacht um fünf nach elf auf den Straßen der nordenglischen Industriestadt. Im Gegensatz zu den Engländern waren die Kölner aber friedlich. Wahrscheinlich liegt es daran, dass das Bier so dünn ist. Oder daran, dass man in einem pinkfarbenen Drachenkostüm mit silbernen Flügelchen einfach nicht überzeugend aggressiv werden kann.

Ich war zum Arbeiten da. Habe die Blindenversion eines Buchs über Liebe, Sex und Behinderung eingesprochen. Ihr werdet davon hören.

Hier nochmal alle Termine:

  • Morgen, Freitag, den 7. März, 20 Uhr  “Hamset nich kleina?” – Die Minilesebühne von Lea Streisand mit Lieblingsgast = Volker Strübing im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain)
  • Samstag, Frauntach, 8. März, 20 Uhr Pankslam #1 mit Volker Strübing, Wolf Hogekamp u.v.a. in der Willner Brauerei, Berliner Straße 80 – 82, Berlin Pankow
  • Donnerstag, 13. März, 21 Uhr Rakete 2000 im KELLER vom Ä (Weserstr. 40, Neukölln, Treppe runter)
  • Samstag, 15. März, 20 Uhr “Leipzig liest” Mundwerk Spoken Word Gala im Städtischen Kaufhaus (Neumarkt 9, Leipzig)
  • Sonntag, 16. März, 14 bis 14.45 Uhr Lea beim Tresen-Lesen auf der Leipziger Buchmesse am Periplaneta Verlagsstand (Halle 5. F212-214)
  • Donnerstag, 20. März, 20.30 Uhr Brauseboys im La Luz (Osramhöfe, Wedding)
  • Donnerstag, 27. März, 21 Uhr Rakete 2000 im KELLER vom Ä (Weserstr. 40, Neukölln, Treppe runter)
  • Montag, 31. März, 19.30 Uhr Berlin ist eine Dorfkneipe SOLO im Caféhaus Madlen in Blankenburg
  • Freitag, 4. April, 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Christoph Theussl im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain)

Ich will auch ein Drachenkostüm!

Eure Lea

Blumen, Schimmel, Liebe, Punk

Hier kann man sehen, warum Leas Lesebühne im Bänsch "Hamset nich kleina?" heißt. Kuschelig ist es.

Hier kann man sehen, warum Leas Lesebühne im Bänsch “Hamset nich kleina?” heißt. Kuschelig ist es.

Liebe Lesenden, liebe Lebenden, liebe Liebenden,

Februar is. Valentinstag kommt. Mir braucht ihr keine Blumen schicken. Ich war gestern bei Frau Dr. Rose, der besten Hautärztin der Welt. Sie hat einen Allergietest mit mir gemacht. Die Schwester war ganz entzückt über das Ergebnis. “Sie haben ja sogar Schimmelpilze*!”, hat sie gejubelt und die sich vergrößernden Pusteln auf der Innenseite meines rechten Unterarms betrachtet. “Das gibt’s nicht häufig”, hat sie gesagt. Ich war sehr stolz. Die Pusteln juckten glücklich.

Abgesehen davon, dass Blumen schimmeln können, bin ich übrigens auch noch auf die Standards allergisch: Hund, Katze, Gräserpollen. Das “Kräuterscharfohnezwiebeln” unter den Allergien. Nimmt jeder.

Wild und bunt wird der Februar auch ohne Fleurop. Ein Blumenstrauß der gehobenen Unterhaltung sozusagen.

Am Freitag ist wieder “Hamset nich kleina?” im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain). Um acht. Abends. Mit ohne Eintritt aber mit Hut. Diesmal mit dem berühmten Poesiepunkrocker Doc Schoko als Gast. Er ist der Schöpfer des genialen Verses

Da steht ein Bier auf der Straße. Nimm es mit./ Es ist  alt und es ist schal, doch es ist Sprit.

Kommt da hin, aber kommt früh, der Laden ist klein. Es wird wundervoll und kuschelig.

Ansonsten schreibe ich fleißig weiter an dem Fortsetzungsroman über Mütterchen, Ellis Heiden, Hilde Lücke = meine Großmutter. “Der Lappen muss hoch!” So heißt er. Morgen erscheint das zehnte Kapitel. Es geht um Brillendesign, Tauchsieder und um Liebe. Immer um Liebe. Meine Großeltern haben Liebe gegen Krieg gemacht, lange bevor sich die Hippies den Slogan auf die nackten Bäuche malten. Hier gibt es alle Kapitel online zum Nachlesen: http://www.taz.de/!t21034/

Was noch?

Ich werde Poetry Slam Veranstalterin. Ja, tatsächlich. Irre, oder?

In der Willner Brauerei im schönen Pankow wird es ab März in unregelmäßigen Abständen Literatur geben. Gereimt, gerappt, gelesen. Fünf Minuten. Neun Künstler. Der reine Wahnsinn und der genialste Name der Welt: Pankslam. Yeah, Baby! Nähere Informationen gibt es demnächst hier: http://pankslam.wordpress.com/ und hier: https://www.facebook.com/pankslam

Veranstalter sind niemand Geringeres als das Poetry-Slam-Urgestein Wolf Hogekamp, der mehrfache deutschsprachiger Poetry-Slam-Champion Volker Strübing und meineeine. Weil ich auch schon mal einen Poetry Slam gewonnen habe. Und weil ich hier wohne.  In Pankow. Premiere ist am 8. März. Frauentag. Aber denkt dran: Keine Blumen, nur Geld! (Schokolade auch nich, ich hab Laktoseintolleranz!)

Alle Termine im Februar:

Im März:

  • Freitag, 7.3. 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit einem Lieblingsgast. Im Bänsch. Is ja klar.
  • Samstag, 8.3. 20.30 Uhr (Einlass 20 Uhr) Pankslam! Der erste Pankower Poetry Slam. Mit Wolf Hogekamp, Volker Strübing und Lea Streisand.

Liebe fliegt durch die Luft. Nicht allergisch reagieren!

Küsse und Herzen und Glitzer.

Eure Lea

*Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich “habe” natürlich keine Schimmelpilze. Das wäre ja schlimm. Nein. Ich bin auf sie allergisch. Sonst wäre ich ja auf mich selber allergisch. Das wär ja ganz blöd.

2014. Eine Minute vor Prime Time.

Liebe Freunde, Verliebte, Familienmitglieder, Follower,2013-12-20 02.52.12

den größten Teil des gestrigen Tages habe ich im Bett verbracht. Als ich mittags mal wach wurde, hatte ich diesen merkwürdig stechenden Kopfschmerz genau zwischen den Augenbrauen, gegen den nur das bewährte ESF-Programm hilft:

Essen, Schlafen, Fernsehengucken.

Ich war so breit, es hat gedauert, bis ich gepeilt hab, dass sie im TV nicht die um eine Minute vorgezogene Prime Time meinen, wenn sie “zwanzig vierzehn” sagen. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr!

Heute ist das fünfte Kapitel meines Mütterchen-Romans in der taz. Es geht um den inneren Zusammenhang von Himmel, Arsch und Zwirn. http://taz.de/Der-Fortsetzungsroman-Kapitel-5/!130204/

Sämtliche Kapitel gibt’s hier: http://taz.de/!t21034/

Und hier ein paar andere Texte: http://taz.de/!a1213/ (Die taz hat sich vorgenommen, meine online Texte endlich mal alle auf eine Seite zu packen, damit ihr nich immer so suchen müsst. Dauert aber noch. Bis nächste Woche oder so.)

Morgen ist auf jeden Fall wieder “Hamset nich kleina?” im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain). Kommt da hin, das wird wunderbar!

Mein Januargast ist der große Mann der Berliner Bühnenlandschaft: michaEbeling. Er liest Geschichten bei der Lesebühne LSD – Liebe Statt Drogen, gewinnt Poetry Slams und spielt Trommeln, die aussehen wie verbeulte Kochtöpfe.

Was sonst noch kommt? Icke. Hier:

  • Freitag, 3.1., 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit michaEbeling im Bänsch
  • Dienstag, 7.1. 21.30 Uhr LSD – Liebe Statt Drogen im Schokoladen (Ackerstr. 169/ Ecke Torstr., Mitte)
  • Donnerstag, 9.1., 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Donnerstag, 16.1., 20.30 Uhr Sololesung im MO Nachtcafé (Boxhagener Str. 64, Berlin Friedrichshain)
  • Sonntag, 19.1. 11 Uhr (MORGENS!) Lesebühnenbrunch beim 19. Kabaretttreffen der Studiosi Ei(n)fälle in der Mensa der Uni Cottbus
  • Donnerstag, 23.1. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 25.1. 20 Uhr Kantinenlesen in der Alten Kantine/ Kulturbrauerei Prenzlauer Berg
  • Montag, 27.1., 20 Uhr Jour Fitz mit Jan Uwe Fitz und illustren Gästen (z.B. icke) im 4010 (Telekom Shop, Weinmeisterstr./ Ecke Alte Schönhauser, Berlin Mitte)

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr. Liebe, Geld, Kekse, alles!

Eure Lea

Anthologie: Niemand hat die Absicht, einen Tannenbaum zu errichten

Cover_Weihnachtsbuch_72Die neueste Anthologie aus dem Hause Satyr bedient ein lange überfälliges Themenfeld: Weihnachten in Berlin.

30 Autorinnen und Autoren aus dem Umfeld der Berliner Lesebühnen schreiben über nadelnde Tannenbäume, unglückliche Schneemänner und vorweihnachtliche Schlägereien in der Einkaufspassage.

Kirsten Fuchs hat einen Dialog des Weihnachtsmannes mit seinem Jobberater beigesteuert und Lea Streisand hat noch mal erklärt, was in Berlin so los ist, wenn die Zugezogenen alle auf Heimaturlaub in die Provinz gefahren sind.

Kauft hier: http://www.vertriebscentrum.de/shop/buch-werner_surmann-tannenbaum_errichten.htm

oder im Buchladen eures Vertrauens.

Bald ist Weihnachten!

Eierkuchen und Tod, Nebel und Twitter – Berliner Weihnacht

Liebe Freunde, Verwandte, Verliebte, Follower,

seit es Advent geworden ist, sieht Berlin aus wie eine Disko. Ständiger Nebel und überall bunte Lichter. Ich hab mir extra mein Rücklicht erneuern lassen. Den Zahnkranz vom zweiten Gang wollte der Fahrradhändler nicht machen. Er sagt, wenn er den jetzt auswechsele, dann sei der im Sommer gleich wieder im Arsch. Wegen Rollsplitt und so. Es kommen harte Zeiten.

Aber es war nicht alles schlecht. Manches wird sogar besser.
Der Fortsetzungsroman “Der Lappen muss hoch!” zum Beispiel, dessen zweite Folge erscheint morgen in der taz. Ab jetzt jeden Donnerstag. Morgen wird es um Eierkuchen gehen. Und Tod und Brecht. Und Spargel. In der Reihenfolge. Der Titel erklärt sich übrigens aus dem ersten Kapitel. Das könnt ihr hier nachlesen: http://www.taz.de/Der-Fortsetzungsroman-Kapitel-1/!128333/
Ansonsten bin ich der Twitter-Sucht verfallen. Kein Gedanke zu nichtig, um nicht in die Welt geblasen zu werden. Ich denke schon in Tweets. Es ist schlimm. Lest selbst: https://twitter.com/LeaStreisand
Was wirklich schön ist?
Am Freitag ist wieder “Hamset nich kleina?”
Im Bänsch (Bänschstr79, Friedrichshain).
Um 20 Uhr.
Mit Aaron und Arno.
Es wird wild und schön. Versprochen.
Des Weiteren wie folgt:
Cover_Weihnachtsbuch_72
Alles wird gut. Alle Jahre wieder.
Seid lieb zueinander.
Eure Lea
P.S: Nebel heißt übrigens “mist” auf Englisch. Los! Let’s dance den ganzen Mist away!

Der Lappen muss hoch!

Bild

Heute morgen bin ich um 7:44 aufgewacht. Sowas passiert normalerweise nur, wenn man  irgendwo in näherer Umgebung eine Sprengladung detonieren lässt. Wir Pankower schlafen ja seit anderthalb Jahren nur noch mit Oropax. Aber das ist eine andere Geschichte. Heute soll es nicht um Flughäfen gehen. Normalerweise jedenfalls quäle ich mich nie vor 10 aus dem Bett und auch das nur äußerst ungern.

Hey, ich arbeite nachts! Es ist nicht so, dass ich die ganze Zeit Party machen würde. Na ja gut, das letzte Mal, dass ich um acht Uhr morgens wach war, ist drei Wochen her. Es war ein Samstag morgen, glaub ich, und ich kam grad aus der Disko…

Jedenfalls wache ich normalerweise nicht zu solch nachtschlafender Stunde auf. Aber heute ist auch nichts normal. Heute beginnt nämlich mein Fortsetzungsroman in der taz.

Ab jetzt einmal die Woche, jeden Donnerstag ein neues Kapitel, ein halbes Jahr lang.

Mütterchen würde sagen: “Eens ruff, mit Schulmappe und Stullntasche!”

Außerdem heute Abend noch Rakete 2000 im Ä in Neukölln: https://www.facebook.com/events/181641702038919/?ref=23

Und Samstag “Die totale Ekstase – Lea Streisand und Zuckerklub” im WBB https://www.facebook.com/events/181641702038919/?ref=23

Will mich noch jemand heiraten vielleicht, heute? Ich bin grad so schön in Fahrt.

Eure Lea