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Weihnachten in der Heimat und am Ostkreuz

Liebe Freunde,
es ist wieder so weit. DAS Ereignis steht bevor: Hamset nich kleina? Im Bänsch. Zum letzten Mal in diesem Jahr. Diesen Freitag, den 5.12, ist es so weit. Morgen. Um acht. 20 Uhr. Es wird irre schön. Mit dem Dr. phil., Brauseboy und Verleger Volker Surmann. Und mir.
Und dann kommt Weihnachten.
Ihr wisst schon:

Am Montag war ich bei Radio Eins, die neue Staffel “War schön jewesen” einsprechen.
Ich hab extra noch eine neue Weihnachtsgeschichte geschrieben.
Auf dem Weg.
In der S-Bahn nach Potsdam.
Am 22.12. kommt sie im Radio. Und morgen les ich die Langversion im Bänsch (Bänschstr.79). Weltpremiere! So geht sie los:
“Es begab sich aber zu der Zeit, als die Mauer noch stand, als ich noch nicht denken konnte, da gab es ein Weihnachten, da hatten wir keinen Weihnachtsbaum. Papa sollte den Weihnachtsbaum besorgen, wie jedes Jahr. „Hast du schon den Weihnachtsbaum besorgt“, fragte Mama jeden Tag und Papa sagte: „Die kriegen nochmal neue. In der letzten Woche vor Weihnachten kriegen die nochmal neue.“ Und plötzlich war der 23. Dezember. Und sie hatten nicht nochmal neue gekriegt. Sie hatten nicht mal mehr alte übrig. In der ganzen Stadt. An allen Verkaufsstellen. Nicht mal ne mickrige Krüppelkiefer hatte Papa noch abgekriegt.
Und nun stand er da am Bahnhof Ostkreuz, der Wind pfiff ihm in den Parka und er hatte keinen Weihnachtsbaum. Papa liebte meine Mama. Aber nun hatte er doch ein bißchen Angst, nach Hause zu kommen…”
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Wie die Geschichte ausgeht und ob Papa sich jemals wieder nach Hause getraut hat, erfahrt ihr morgen oder an einem der folgenden
Termine:
Dezember:
  • Freitag, 5.12., 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Volker Surmann im Bänsch (Bänschstr.79, Friedrichshain)
  • Donnerstag, 11.12., 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Und jeden Montag auf Radio Eins.
Januar:
  • Dienstag, 6.1.15 Lesung mit Jürgen Beer (nähere Infos folgen)
  • Donnerstag, 8.1.15, 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Freitag, 9.1.15, 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Stephan Porombka im Bänsch (Bänschstr.79, Friedrichshain)
  • Donnerstag, 22.1.15, 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 24.1.15, 20 Uhr Lesung und Musik mit Matthias Romanus im Café Lohengrin (Sedanstraße 35, 30161 Hannover)
  • Und jeden Montag auf Radio Eins.
Irgendwie sind das voll wenig geworden, ich glaub, meine Kariere geht zuende. Gestern noch habe ich folgenden Dialog geführt:
- Wie heißen Sie eigentlich?
- Streisand.
- … wie die…
- …Schauspielerin? Ja.
- Nein! Wie die im Radio mit den Geschichten.
 
TÄTÄTÄÄ!!!!
 
Fröhliche Weihnachten!
Eure Lea
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Mein 9. November. Von Demisej bis Deutsche Bahn.

9. November. Was für ein Tag! Während die Berliner Ballons steigen ließen, fuhren ein paar Vorlesekünstler mit dem Zug von Hessen nach Thüringen und zurück und lasen dabei Geschichten und performten Lyrik und lauter tolle Sachen.

Foto: Anja Lewald

Foto: Anja Lewald

Auf dem Rückweg vorhin im komplett vollen ICE von Kassel (ab 18.54) nach Berlin (an 21:26) dann das: Schaffner auf meine Nachfrage, wo die Behindertensitzplätze seien, die ich auch nach zweimaligen Hin und Herlaufen nicht finden konnte (In jedem Zug gibt es Sitzplätze, die für Menschen mit Schwerbeschädigtenausweis optioniert sind, damit die auf jeden Fall sitzen können. Auch in vollen Zügen. Auch ohne extra zu reservieren. Ich bin Halterin eines solchen Ausweises, was ich dem Schaffner auch mitteilte.) Er also: “Die sind da hinten im ersten Abteil. Aber müssen Se gucken, wenn da alle nen Schwerbeschädigtenausweis haben, denn haben Sie Pech, denn müssen Sie stehen.” Sprach’s und fuhr fort, eine junge Frau zur Sau zu machen, weil sie von der Aufhebung der Zugbindung aufgrund des Streiks Gebrauch gemacht und einen Zug früher genommen hatte. Ich war so empört, dass mir nix einfiel. Jetzt denke ich: Vielleicht war das auch eine ein-Mann-Mauerfall-Revival-Veranstaltung: Service wie im Osten, oder so. Schön, dass die Mauer weg ist. Ich liebe euch alle! Gute Nacht. P.S.: Hier kommt noch meine taz-Kolumne vom Wochenende. Aus den Tagebüchern einer Zehnjährigen. Mit Lufbalongs. http://www.taz.de/Kolumne-IMMER-BEREIT/!149126/ 2014-11-10 10.01.39

News

Ode an den Fernsehturm

Liebe Freunde,

hier ist sie:

Die Berlin Story Card mit der “Ode an den Fernsehturm” (Text: Lea Streisand, Musik: Ludwig van Beethoven) Ab 15. November offiziell im Handel. Ab Freitag schon bei mir.

Das ist eine Art BerlinBuchPostKarte. Und damit ihr selber nicht soviel schreiben müsst, ist der Text schon drauf. Einfach Gruß raufschreiben, abschicken, freut sich die Verwandtschaft in der Provinz. Und keine Oma meckert mehr über eure Sauklaue.

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Also kommt Freitag alle ins Bänsch. Bänschstraße 79, Friedrichshain zu “Hamset nicht kleina?” mit mir und Bas Böttcher. Um acht. Wissta ja.

Bis denn, Eure Lea

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Flux mit Rakete von Mütterchen ins Bänsch

Liebe Freunde, liebe Süßen, liebe Sauren, Herbst is. Lesezeit. Die warmen Pullover werden vorgekramt und die Apfelkuchenrezepte von Oma mit Dinkelmehl gepimpt. Ich mag den Herbst. Es ist so eine protestantische Jahreszeit. Alle müssen arbeiten, alle sind erkältet. Endlich hat jeder wieder einen Grund zu jammern. Ich gehe gleich (16.45 Uhr) zu FluxFM und lese eine Geschichte vor. “Drei Minuten höchstens!”, hat die Redakteurin am Telefon gesagt, sonst krieg ich den Saft abgedreht. Ich fürchte mich jetzt schon. Ich will Werbung für Rakete 2000 machen. Guckt unser cooles neues Bandfoto: boot Worauf ich mich freue: Die Mütterchen-Lesung nächsten Donnerstag, 6.11. im Tante Horst. Neulich nach der Lesung kam eine Frau zu mir: “Ich bin seit Jahren taz-Leserin und deine Kolumnen mochte ich eh gern. Aber dieser Mütterchen-Roman. Ich hab ein behindertes Kind und viel Stress und so. Wenn ich Zeitung lese, dann reiße ich jede Seite, die ich gelesen habe, durch. Einfach, um den Überblick nicht zu verlieren. Aber bei deinem Fortsetzungsroman, da ging das irgendwie nicht. Da dachte ich: Ich kann doch nicht Mütterchen zerreißen!” Fast hätte ich sie geküsst vor Rührung. Auch schön: Nächsten Freitag, 7.11., ist wieder “Hamset nicht kleina?” im Bänsch. Diesmal mit dem großartigen Bas Böttcher.

Er ist sowas wie der Kurt Cobain des deutschen Poetry Slam. Vor fast zehn Jahren schrieb die kleine Praktikantin Lea S. einen sehr anhimmelnden Artikel über ihn. Da hatte er grade seinen 25. Lyrikband veröffentlicht. Ungefähr. Und nun sitzen wir auf einer Bühne. Irre. Termine: November:

  • Samstag, 1.11. 20 Uhr Kantinenlesen in der Kulturbrauerei (Knaackstr. Prenzlauer Berg)
  • Donnerstag, 6.11. 19.30 Uhr “Der Lappen muss hoch!” Die Abschlusslesung im Tante Horst (Oranienstr. 45, Kreuzberg)
  • Freitag, 7.11. 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Bas Böttcher im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain)
  • Sonntag, den 9.11. fahren wir mit dem Zug durch Hessen und lesen Geschichten über die Wende. Zum Tatort sind wir in Kassel. Mehr weiß ich auch nicht.
  • Donnerstag, 13.11. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 15.11. Lesung auf der “Schönen Party” von RadioEins in der Kalkscheune (genauere Infos folgen)
  • Donnerstag, 27.11., 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 29.11., 20 Uhr Kantinenlesen in der Kulturbrauerei (Knaackstr. Prenzlauer Berg)
  • Sonntag, 30.11., 20.45 Uhr “Dichter als Goethe” im Schokoladen (Ackerstraße 169, 10115 Berlin-Mitte)
  • Und jeden Montag auf Radioeins.

Bleibt gesund und jammert schön. Jammern tut gut. Außerdem vergrault es die Gespenster. Herzchen, Eure Lea

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Analog. Und singen tut sie auch noch.

Schönen guten Morgen, meine Damen und Herren,

ist IRGENDJEMAND in der Lage, sich das Ausmaß der Seelenqualen auszumalen, die es für eine Schriftstellerin bedeutet, wenn sie 5 Stunden Zugfahrt vor sich hat und einen Laptop, der nicht mehr angeht? Nein? Dachte ich mir. Mit Füller auf Papier habe ich diesen Newsletter geschrieben. Wie Thomas Mann den “Zauberberg”. Guckt hier: 2014-09-30 11.43.35 Ich war nämlich auf Sylt. Und auf Sylt war Surf-WM. Ohne Wind. Wie Scrabble ohne Vokale. Scrbbl. Mütterchen hatte sich ja für ihr Scrabble-Spiel ein paar Vokale dazugebastelt. Aus Pressspan ausgesägt, angemalt und lackiert. “Sonst funktioniert es doch nicht!”, hat sie gesagt. Am 21.10. werden ich noch mal eine Lappen-Lesung machen. Im tazcafé. Und am 6.11. eine im Tante Horst. Lasst uns Mütterchen huldigen! Die Surfer auf Sylt mussten sich übrigens rote Sakkos anziehen und Musik machen in der Musikmuschel auf der Strandpromenade. Seht, wie sehr sie alterten vor Gram: 2014-09-28 11.29.46 Kommenden Freitag werden wir sowas ähnliches machen, der Michael Ebmeyer und ich. Im Bänsch bei “Hamset nich kleina?” (Bänschstr. 79, Friedrichshain) Ich habe nämlich eine Ode geschrieben. Die werde ich euch vorsingen. Ich werdet lachen. Oder weinen. Nur hauen dürft ihr mich nich! Termine: Oktober:

November:

Bleibt in Verbindung! Bis später. Küsschen. Eure Lea

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Die alte Socke Wehmut und die helle Freude morgen im Bänsch

Ihr Lieben,

es wird Herbst. Ich bin ganz wehmütig. Der Urlaub ist vorbei, der Fortsetzungsroman ist fertig. Heute, am Donnerstag, den 4. September ist das 40. und letzte Kapitel erschienen.
Da isses. Das Requiem für Mütterchen: http://www.taz.de/Der-Fortsetzungsroman-Kapitel-40-Schluss/!145401/

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(Es ist okay, wenn ihr heulen müsst beim Lesen. Ich hab auch geheult, als ich es fertig geschrieben hatte. Und als ichs heute in der Zeitung las, gleich noch mal.)

Zum Glück darf ich ja weiter dran arbeiten und irgendwann erscheint dann der ganze Roman als Buch. Ihr werdet davon hören. 

Nu aber die Nasen geschneuzt und die Tränen getrocknet, denn morgen um 20 Uhr ist wieder “Hamset nich kleina?” im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain) Hurra! 

Und mein Gast ist niemand anderes als die wunderbare Kirsten Fuchs. Hurra!

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Wie nah doch Freud und Leid wieder beieinander liegen (und Kirsten und ich sitzen…)

Legt euch zueinander, es wird kühler!

Termine:

September:

Oktober:

  • Freitag, 3.10. 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Michael Ebmeyer im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain)
  • Donnerstag, 9.10. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Donnerstag, 23.10. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Sonntag, 26.10. 20 Uhr @stporombka und @vergraemer und ich lesen und erzählen Geschichten über 140 Zeichen (geht um Twitter, dieses Nachrichtendings, wo ich seit einem Jahr mitmache) in der Brotfabrik (Caligariplatz 1, Weißensee)
  • Und jeden Montag auf Radioeins.

November:

  • Samstag, 1.11. 20 Uhr Kantinenlesen in der Kulturbrauerei (Knaackstr. Prenzlauer Berg)
  • Freitag, 7.11. 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Bas Böttcher im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain)
  • Donnerstag, 13.11. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 15.11. Lesung auf der “Schönen Party” von RadioEins in der Kalkscheune (genauere Infos folgen)
  • Donnerstag, 27.11. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 29.11. 20 Uhr Kantinenlesen in der Kulturbrauerei (Knaackstr. Prenzlauer Berg)
  • Und jeden Montag auf Radioeins.

Los! Kommt kuscheln!

Eure Lea

 
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Gesund mit Uli Hannemann und Bela B

Liebe Freunde, liebe Menschen,

gibt es eine beknacktere Beschäftigung für dieses Wetter als krank zu werden?

Seit letzten Freitag hänge ich in allen Seilen, koche Hühnersuppe, trinke Ingwertee und gucke mir einen Kitschfilm nach dem anderen im Internet an. Angefangen habe ich mit Erich-Kästner-Kinderfilmen aus den Fünfzigern, gestern war ich bei Chick Flicks mit Jenifer Anniston und tragischen Biopics verstorbener Künstlerinnen angekommen.

“Was’n passiert?”, fragte mein Freund besorgt, als er abends nach Hause kam und ich ihm heulend um den Hals fiel. – “Ich bin so froh, dass du noch mit mir zusammen bist und dass du mir nicht die Kinder wegnimmst und das Geld und mir nicht das Auftreten verbietest.” – “Aber wir haben keine Kinder”, sagte Paul mitfühlend.

- “Nicht?”

- “Nein. Und du bist auch nicht reich.”

- “Stimmt.”

- “Und wenn du nicht auftrittst, bist du eine unerträgliche Nervensäge.”

- “Ja.”

- “Also ist doch alles gut!”

- “Ja. Taschentuch?”

Paul holt ein zusammengefaltetes Zellstofftaschentuch aus seiner Hosentasche und reicht es mir. “Apropos”, sagt er, “wann hast du eigentlich deinen nächsten Auftritt?”

Freitag! Diesen Freitag, den 1. August um 20 Uhr im Bänsch (Bänschstraße 79 in Friedrichshain) bei “Hamset nich kleina?” mit Lea Streisand (also mir) und Uli Hannemann, DEM Uli Hannemann, Autor der Erfolgsbücher “Neulich in Neukölln” und “Wenn der Kuchen schweigt, sprechen die Krümel”, über das die taz (also, äh, ich) jubelte: “Kollegen prügeln sich darum, Hannemann-Zitate auf die Cover ihrer Bücher zu kriegen. Ganze Schriftstellerfamilien werden mittlerweile von auf diese Weise manipulierten Fehlkäufen unaufmerksamer Hannemann-Fans ernährt.” Sein neuestes Werk ist der Schlüsselroman “Hipster wirds nicht”.

Wenn das kein Grund zum gesund werden ist!

Hier ein Prenzlauer-Berg-Touristenfoto:

Fotograf: Stephan Pramme

Fotograf: Stephan Pramme

Ansonsten steht jetzt Mütterchens Roman-Ende fest: Am Donnerstag, den 4. September, erscheint das 40. und letzte Kapitel meines taz-Fortsetzungsromans “Der Lappen muss hoch!”

Ach so, und am Donnerstag, den 21. August, ab 19 Uhr bin ich zu Gast beim RadioEins Parfest im Park am Gleisdreieck und live im Radio. Zusammen mit Michael Hatzius, seiner Echse und Bela B. Moderation: Marion Brasch.

Weitere Termine:

August:

September:

  • Freitag, 5.9. 20 Uhr “Hamset nich kleina?” mit Kirsten Fuchs im Bänsch (Bänschstr. 79, Friedrichshain)
  • Donnerstag, 11.9. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Samstag, 13.9. 20.30 Uhr Poetry Slam Zürich im Schauspielhaus in Zürich in der Schweiz
    Donnerstag, 25.9. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
 

Das wär’s fürs erste. Wir sehen uns Freitag. Bleibt gesund!

Eure Lea