Blumen, Stühle, Kolumnen und die kleinste Lesebühne der Welt

Liebe Frühjahrsputzer, liebe Kistenschlepper, liebes Publikum,
die Pollen fliegen, die Nasen laufen, Umzugsautos versperren jede Einfahrt. Unverkennbar: Es ist Frühling.
Ich sitze auf dem Balkon und schreibe diesen Newsletter. Ich habe 40 Euro im Gartencenter gelassen (“Gartenzentner”, sagt meine Freundin Franzi) und hundert Euro für Balkonstühle ausgegeben. Ich werde mich hier bis Oktober nicht mehr wegbewegen, zumindest tagsüber. Abends stehe ich wie gewohnt auf den Bühnen in Stadt und Land, unter anderem auf der nigelnagelneuen kleinsten Lesebühne der Welt:
Sie heißt “Lesen und lesen lassen” und findet ab 3. Mai jeden ersten Freitag im Monat statt. Lea Streisand (als wie icke) und ein Lieblingsgast werden zusammen lesen, reden, singen und trinken, während ihr uns zuguckt und lacht. Ist das nicht großartig? Ich finde schon.
Mein Premierengast wird der fulminant unnachahmliche Lesebühnenautor, Liedersinger und Romanschriftsteller Thilo Bock sein.
Premiere am 3. Mai 20 Uhr im Bänsch (Bänschstr. 79 in Berlin Friedrichshain)
Kommt da hin, das wird toll!
Ansonsten bin ich jetzt offiziell die Zonengaby der taz. Mit fester Kolumne alle vier Wochen. Hier die erste: http://www.taz.de/Kolumne-Immer-bereit/!114455/
Und außerdem lese ich noch in Berlin, Hamburg, Kiel und im Schwarzwald irgendwo:
Heute, Samstag, 27.4. 20 Uhr Kantinenlesen in der Alten Kantine / Kulturbrauerei Berlin www.kantinenlesen.de
Freitag, 3.5. 20 Uhr Premiere “Lesen und lesen lassen” mit Stargast Thilo Bock im Bänsch (Bänschstr. 79, Berlin Friedrichshain) http://www.facebook.com/pages/B%C3%A4nsch/363024043735079
Donnerstag, 9.5. 20 Uhr Der Original Kieler Poetry Slam im Roten Salon der Pumpe (Kielhttp://www.assembleart.com/index.php?sektion=5
Samstag, 11.5. 20.15 Uhr Lesebühne Längs in der Mathilde Bar Hamburg (Bornstr.16 (! NICHT Bogenstraße!)) http://lesebuehne.jimdo.com/aktuelle-termine/
Dienstag, 14.5. 20.15 Uhr Sololesung: Hamset nich kleina? Kurze Geschichten aus der großen Stadt im Mathilde Café (Bogenstr. 5 in Hamburg (NICHT Bornstraße!)) http://www.mathilde-hh.de/veranstaltungen/
Samstag, 18.5. 20.45 Uhr Sololesung “Berlin ist eine Dorfkneipe” auf dem Pfingsttreffen des Förderkreises für Ganzheitsmedizin e.V. in Bad Herrenalb (Jawohl!) http://www.foerder-kreis.de/veranstaltungen/veranstaltungsansicht/events/lea-streisand-liest-aus-ihren-werken.html
Donnerstag, 23.5. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä www.rakete2000.blogspot.com
Freitag, 24.5. 21 Uhr Lokalrunde im Kaffee Burger (Torstr. 60, Berlin Mitte) www.lokalrunde.org
Samstag, 25.5. 20 Uhr Kantinenlesen in der Alten Kantine/ Kulturbrauerei Berlin www.kantinenlesen.de
Samstag, 8.6. 19.30 Uhr Solo bei der Langen Buchnacht in der Oranienstraße im Elefanten Berlin http://www.lange-buchnacht.de/index.php?article_id=30
Fröhliches Umtopfen
wünscht
Eure Lea
Bild

Lea in der Abendschau

Video

Ein denkwürdiger Abend bei Rakete 2000: Svens Gitarre hat zweimal fast gebrannt, ich hatte Weinblätter zwischen den Zähnen und Mareike hat ein alkoholfreies Bier getrunken. Von all dem ist in diesem Video gar nichts zu sehen:

http://rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20130315_lese.html

Der Papst, die Medien und eine merkwürdige Farbe

Liebe Zeitungsleser und Fernseheulen, liebe Senfgelbträger, liebe Freunde,

ich sag’s euch lieber gleich: Ich bin nicht Papst. Sie haben mich nicht gefragt. Dabei wurde ich so viele schöne Sachen gefragt. Zum Beispiel “Was inspiriert Sie zur Scheiße?” in der taz: http://www.taz.de/Schreiblust-auf-dem-tazlab/!112403/
Das Interview hat meine Freundin und Kollegin Mareike Barmeyer geführt. Wir sind zusammen bei der taz und bei Rakete 2000 und werden deshalb beim taz.lab am 20. April im Haus der Kulturen der Welt auftreten. Der reine Inzest, sozusagen. Berlin eben. Is ja nix Neues. Neu ist, dass wir jetzt damit auch ins Berliner Fernsehen kommen. Freitag, 19.30 Uhr in der Abendschau im rbb Berlin. Irgendwann kurz vor der Tagesschau.
Gedreht wird das HEUTE, Donnerstagabend bei Rakete 2000 im Ä in Neukölln. Kommt bitte alle, ich bin so aufgeregt!
Unsere Gäste sind Uli Hannemann und Thilo Bock, weil Jacinta aus irgendeinem Grund in Leipzig ist. Keine Ahnung, was da los sein soll.
Hier noch ein senfgelber Text über die Macht des Apparats über unser Schönheitsempfinden.
Und Termine:
Hoch vom Sofa, rein ins Vergnügen!
Eure Lea

Praktikantendresche, Reporterstolz und ein ganz kleiner Genderwitz ganz unten

Liebe Leser und Leserinnen, liebe Zuhörer,

ich wollte nie Reporterin werden. Gut, ganz kurz mal, vor zehn Jahren, da schon:

Ressortleiter haben meist einen Ton drauf wie Feldwebel auf dem Truppenübungsplatz.
- „Die Taxifahrer streiken. Um elf is die Pressekonferenz. Spätestens halb zwölf brauch ick den Text. Ditt kann do die Praktikantin machen. Katrin, fährst du nach Schönefeld?“ [Fügen Sie hier einen Flughafenwitz Ihrer Wahl ein.]
- „Ich heiße Lea.“
- „Was? Ja ja. Thea. Fahr du ma nach Schönefeld. Inna Stunde lieferste die 150 Zeilen.“
- „Äh…“
- „Was denn noch?!“
- „Ich brauch doch nach Schönefeld hin schon fast 40 Minuten…“
- „Hä? Wo ist denn dein Auto, Katrin?“
- „Ich hab doch gar kein Auto. Und mein Name ist…“
- „Watt is los?! Seit wann stellen wir denn hier Praktikanten ohne Auto ein?! So kann ick nich arbeiten!“

Sieben Praktika hab ich gemacht, dann hatte ich die Schnauze voll und bin zur Lesebühne gegangen.
Die Zeiten ändern sich. Hier mein neuester Karla-Kolumna-Erguss: http://www.taz.de/Reklame-im-oeffentlichen-Raum/!110530/
Morgen in der Zeitung, heute schon im Netz. Irre, diese Medien!

Lea demnächst auf der Bühne und in der Zeitung:

Lasst euch nicht stressen von Jungs und Medien und kommt mal wieder vorbei.
Zu Eure
Lea

Der Regen, das Grauen und trotzdem ein Sonnenbrand

Liebe Regentruden, werte grauen Herren, hallo Wetterfrösche!

Eigentlich steht mir grau ja ganz gut (das behauptet zumindest meine Freundin F und F kennt sich aus), aber dieses graue Wetter, das steht mir mittlerweile bis hier.

Ich erinnere mich dunkel, dass ich kurz nach Neujahr mal einen Flecken Sonne gesehen habe. Da saßen wir im Zug und fuhren von der Ostsee nach Hause. Nein, grau muss es heißen, ich erinnere mich grauBlaugrau,braungrautaubengrau. Mein Gehirn ist bestimmt schon ganz grauGrauenhaft.

Vor ein paar Tagen traf ich mich mit F zum Kaffeetrinken. Sie überlegte, ob sie sich eine Tageslichtlampe kaufen soll. “Andererseits”, sagte sie, “der G, der hatte mal eine und der hat davon Sonnenbrand bekommen.” “Da würde ich aber lachen, wenn mir bei dem Wetter jemand mit Sonnenbrand begegnete”, sagte ich, “stell dir das mal vor!”

Hier gibt’s was zu lachen.

 Ein buntes, sonniges und fröhliches neues Jahr wünscht Euch,

Eure Lea

Die Party – oder – Ihr seid alle viel zu nüchtern!

Nochn Video ausm Bänsch vom Freitag, dank Winfried hinter der Kamera.

Lea liest mit Kladde im Gesicht, damit der eigene Kopf nich das Licht von hinten verdeckt und ohne Mikro. Lustich war’s trotzdem!

Aber seht selbst:

Ein Jodeldiplom!!!

Liebe Freunde, Fußballer, Gurus,

um die berühmten letzten Worte eines italienischen Fußballtrainers zu zitieren: Ich habe fertig!
Es stand auch schon in der Zeitung. Ich hab es reingeschrieben.

Die Welt hat auch bald fertig, sagen “Experten”. Die Maya haben es vorgerechnet: Am 21. Dezember ist Sense. Da geht die Welt unter. Die Maya kennen sich aus, sind schließlich eine untergegangene Zivilisation. Der Deutschlandfunk widmet dem Thema eine Querköpfe-Sendung (19.12., siehe unten), damit wir – wenn schon – lachend untergehen. Das letzte Wort (in der Sendung) hab übrigens ähm… äh… ich.

Und am 24.12. ist die After-Show-Party.

Jetzt mach ich mich mal fertig. Gute Nacht!

Eure Lea

Der Anschiss lauert überall

Von wegen neue Badewanne!

Am Dienstag waren sie da, die Klempner. Ich war nicht da, Paul hat auf sie aufgepasst und Kaffee gekocht. Ich saß schön im Exil bei Tante Erna.

Von wegen schön!

Ich saß im Exil bei Tante Erna und hab mir den Kopf zerbrochen über Stieg Larsson, den schwedischen Krimiautor, der sich tot geschrieben hat, bevor er von seinem Welterfolg auch nur einen Heller gesehen hatte. Jaja, verschiedenes passiert. Da ist einmal eine Kuh in den Propeller gekommen… Aber das ist wieder eine andere Geschichte und die ist nicht mal von mir.

Stieg Larsson jedenfalls hat die Lisbeth Salander erfunden und die ist ihm ziemlich gelungen, wenn er auch sonst kein guter Schriftsteller war, aber das hab ich schon mal erklärt.

Nun muss ich an dasselbe Thema nochmal ran. Das ist spannend und gleichzeitig eine furchtbare Quälerei. Am Ende soll nämlich ein wissenschaftlicher Text rauskommen, kein lustiger Zeitungsartikel und erst Recht keine Geschichte.

Mir sind die Hände gefesselt beim Schreiben. Jedesmal, wenn ich in Fahrt komme, schneidet mir das kalte Metall der Handschellen ins Fleisch und mein innerer Gefängniswärter brüllt: “Unwissenschaftlich, Thema verfehlt, Marsch, Marsch, zurück zum Text!” Er rollt das Rrrr beim Brüllen und fuchtelt mit dem Schlagstock.  Und obwohl ich schon halb über den Zaun war, klettere ich wieder runter und setzte meinen zermürbenden Weg entlang der ausgetretenen Pfade schon gedachter Gedanken fort, immer im Kreis um das Thema rum.

Das ist Selbstdisziplin!

Und dann komm ich nach Hause und wir haben gar keine neue Badewanne. Dieselbe alte verkalkte Wanne steht im Bad, nur mit neuem Abfluss.

Und ich muss jetzt putzen…