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Zombies und Muschis und Ficktermine diesen Freitag im Bänsch bei „Hamset nicht kleina?“ mit Lea Streisand und Jacinta Nandi

Liebe Lebenden,

Sommer in Berlin. Parkplätze überall. Keine Party nirgends. Unter einer Wasserpumpe am Straßenrand liegen drei halb verdurstete Touristen. Sie haben nicht verstanden, dass sie den Hebel bewegen müssen.

Gestern Nacht kamen wir in Pankow an einer Handvoll Teenager vorbei, die mitten auf der verlassenen Straße standen und Boccia mit Bierflaschen spielten.

Kein Wunder, dass ich im Sommer am liebsten Zombiefilme gucke. Vor der Tür sieht es schließlich auch aus wie am Tag nach der Apokalypse. Vor drei Jahren hat das angefangen. Damals hab ich mich erst durch alle Romero-Filme geguckt und dann die Fachliteratur zum Thema gewälzt. Irgendwann bin ich zu Vampiren übergegangen. Ich wollte „Twilight“ gucken. Das hat mich geheilt. Danach war der Sommer vorbei. Mein Gehirn kühlte wieder auf Betriebstemperatur runter.

Ich hab versucht, eine Geschichte über Zombies zu schreiben. Sie heißt „Wie ich mal versucht hab, eine Geschichte über Zombies zu schreiben und dann DAS dabei herauskam“. Mehr ging nicht. Als Sommerzombie. Den Text hab ich übrigens letzte Woche für die neue CD eingesprochen, die Anfang November erscheinen wird. Sie heißt „Warum es vielleicht doch zu was gut ist, dass sie fertig studiert hat“ und enthält lauter halbwissenschaftliche Essays und Geschichten.

Am Freitag, den 7.8. werde ich sie euch vorlesen, die Zombiegeschichte, zusammen mit anderen und neuen schönen Texten und vor allem mit der schönen und sehr lebendigen Jacinta Nandi, die am Freitag mein Gast sein wird bei „Hamset nicht kleina?“ im Bänsch, Bänschstr. 79, Friedrichshain. 20 Uhr gehts los. Jacinta und ich, wir kennen uns schon fast immer. Das kann man auf diesem Foto sehen.

Lea und Jacinta. Damals. Als Berlin noch Steppe war.

Lea und Jacinta. Damals. Als Berlin noch Steppe war.

Jacinta ist nämlich wie ich ein Teil der Lesebühne Rakete 2000, die momentan gerade Sommerpause macht, weil in Neukölln einfach noch weniger los ist als im Rest der Stadt.

Außerdem hat Jacinta vor kurzem ein Buch geschrieben, das sehr toll ist und nicht ganz jugendfrei. Es heißt „nichts gegen blasen“. Ich mag das Cover. Es erinnert mich an Hitchcock. (Auch Engländer, wie Jacinta.) Es steht nicht drauf, aber das Buch ist eigentlich ein Roman, so was ähnliches wie ein Liebesroman, mit lauter Weisheiten drin wie dieser:

„Die Liebe gibt es nicht. Eigentlich sind wir hier auf der Erde, um Kunst zu machen oder Rassismus und Sexismus abzuschaffen. Das, was wir Liebe nennen, ist nur eine Ausrede, ein Vorwand dafür, nicht das zu tun, was wir tun sollten, das heißt, Kunst produzieren und Rassismus und Sexismus abschaffen.“

Das schönste Wort in dem Buch ist „Ficktermine“. Jacinta wollte das Buch so nennen, aber das wollte der Verlag nicht. Stattdessen haben sie ihr eine Muschi aufs Cover gepackt. Bitte sehr!

Ich freue mich wahnsinnig auf Freitag. Ihr müsst alle kommen! Und bringt ruhig alle Zombies mit, die ihr finden könnt.

Bis dahin habe ich bestimmt auch alle fünf Staffeln „The Walking Dead“ geguckt.

Noch Termine:

August

  • Mittwoch, 5.8. 19.30 Uhr Duolesung und Gespräch mit Sebastian Lehmann im Dachgeschoss des Friedrichshain Kreuzberg Museums (Adalbertstr. 95A, Kreuzberg)
  • Freitag, 7.8. 20 Uhr “Hamset nicht kleina?” Mit Jacinta Nandi im Bänsch (Bänschstr.79 in Friedrichshain)
  • Sonntag, 30.8. 19 Uhr “Mauerslam” in der Kapelle der Versöhnung(Bernauer Str. 4, Berlin Mitte)
  • Und jeden Montag auf Radioeins.

September

  • Mittwoch, 2.9. 18 Uhr Duoauftritt mit Sebastian Nitsch beim Radio Eins Parkfest im Park am Gleisdreieck in Kreuzberg
  • Freitag, 4.9. 20 Uhr “Hamset nicht kleina?” Mit Jakob Hein im Bänsch (Bänschstr.79 in Friedrichshain)
  • Donnerstag, 10.9. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Donnerstag, 17.9., 20 Uhr, „Warum es vielleicht doch zu was gut ist, dass sie fertig studiert hat“ Solo Live-CD-Aufnahme bei Periplaneta Berlin (Bornholmer Straße 81a, Prenzlauer Berg)
  • Freitag, 18.9. 20 Uhr „Berlin ist eine Dorfkneipe“ Solo in der Buchhandlung Einar&Bert (Winsstr. 72/ Ecke Heinrich-Roller-Str., Prenzlauer Berg)
  • Samstag, 19.9. Solo Lesung auf dem Willi-Münzenberg-Kongress, Franz-Mehring-Platz 1, Friedrichshain
  • Donnerstag, 24.9. 21 Uhr Rakete 2000 im Ä (Weserstr. 40, Neukölln)
  • Freitag, 25.9. 20 Uhr „Berlin ist eine Dorfkneipe“ Solo in der Mittelpunktbibliothek Treptow Köpenick (Alter Markt 2, Köpenick)
  • Und jeden Montag auf Radioeins, is ja klar!

Schlurf, stolper, gnarf, sabber!*

Eure Lea

*zombianisch für Schöne Ferien!

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